Freitag, 13. Mai 2016

a big surprise




Stellt euch folgende Ausgangssituation vor: Luisa, Triz und Annika sind seit September und noch bis Juni in Australien. Julia ist daheim in Thüringen. Ich bin in Tübingen. Traditionell verbringen wir den Männertag immer zusammen. Wir wandern irgendwo hin oder schauen Filme oder machen super leckeres Sushi. Offensichtlich ging das dieses Jahr nicht. Dachte ich jedenfalls. Vor ein paar Wochen hatte ich meine Mitbewohnerinnen, die ihr im letzten Post ein bisschen kennengelernt habt, gefragt ob, wir nicht was zusammen machen wollen. Also haben wir uns dann an dem Tag spontan entschieden, in den Park in der Innenstadt zu fahren und dort ein entspanntes Picknick mit Nudelsalat, Obstsalat und Schokomuffins zu machen. Die Atmosphäre war so ausgelassen und das Wetter so schön, dass man einfach nicht anders konnte, als zufrieden und glücklich zu sein. Lara, Annelie und ich spielen also gerade eine packende Runde Phase 10, als es passiert. Auf einmal steht ein Mädchen mit Sonnenbrille am Rand unserer Picknickdecke und sagt: "Hey, kann ich mich zu euch setzen? Ich hab auch was zu essen dabei." Da ich nie kostenloses Essen und neue Bekanntschaften ausschlagen würde, war ich kurz davor "ja, klar!" zu sagen. Aber dann fällt mir auf, dass das Mädchen Jule verdächtig ähnlich sieht. Und auch genau wie sie klingt. Und dann merke ich nur, wie mir mein Gesicht total entgleitet, was echt ein komisches Gefühl ist. Meine ganze Reaktion passiert in so ungefähr 3 Sekunden, bis ich dann doch aufspringe und Jule umarme. Als sie dann sagt: "Ich hab noch eine Überraschung für dich" kann ich schon ahnen, was als nächstes kommt. Nämlich 3 lachende Freundinnen, die hinter einem Busch hervorspringen und von denen ich dachte, dass ich sie erst in einem Monat sehen werde. Ich stoße wahrscheinlich irgendeinen komischen Quiekslaut aus und für die nächste Minute umarmen wir uns, während mir Freudentränen aus den Augen kullern. Ich war sooo glücklich, ohne Scheiß.
Wir haben dann noch ein bisschen im Park gesessen, bevor ich eine kurze Stadttour gegeben habe. Wir sind zum Schloss hoch gelaufen und haben abends noch alle gemeinsam in einem wirklich guten Restaurant gegessen und Cocktails geschlürft. Nachts haben wir zu fünft in meinem 10m² Zimmer geschlafen, was bedeutet, dass der gesamte Boden mit Luftmatratzen belegt war. Und am nächsten Morgen haben wir gemeinsam gefrühstückt, bevor sie zu viert wieder los gefahren sind.
Ich kann schlecht beschreiben, wie es war, seine besten Freundinnen so unerwartet nach 8 Monaten wieder zu sehen (okay, außer Jule :D) Mein Auge hat gesehen, dass sie vor mir stehen und irgendwo in meinem Gehirn ist dieser Reiz auch angekommen. Aber gleichzeitig war ich mir soo sicher, dass sie noch in Australien sein müssen. Ich hab förmlich gespürt, wie die beiden Gedanken in meinem Hirn konkurriert haben, ohne Mist. Das wollte ich noch schnell schreiben, weil es auch so ein seltsames Gefühl ist, seinen eigenen Augen wortwörtlich nicht zu trauen. Eva out.

PS: wow, ziemlich lang geworden. Im nächsten Post zeig ich ein bisschen mehr von Tübingen und meiner Uni!

1 Kommentar:

Charlotte Leonie hat gesagt…

Ich musste so grinsen während ich diesen Post gelesen habe. Es ist so schön zu lesen, wie glücklich du warst.

Alles Liebe.